Hummel- und Schmetterlingspflanzen

Einleitung

Unübersehbar ist der Rückgang von Hummeln und Schmetterlingen in unserer Landschaft. Nur die "Allerweltsarten" können überleben. Vielen Menschen fällt dieser Artenschwund überhaupt nicht auf, andere beklagen ihn und möchten aktiv etwas dagegen tun.

Verschiedenartig sind die Gründe für das Verschwinden. Hier nur einige Beispiele:

Auch wenn es schier aussichtslos ist gegen all diese Umweltprobleme anzugehen, kann jeder einzelne Gartenbesitzer einen kleinen Beitrag zum Schutz und zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Die Freude an einem bunten Falter oder die Hilfe bei der Bestäubung der Obstbäume ist Lohn genug.

Hier einige Tips:

Raupenfutterpflanzen

Aus den Eiern der Schmetterlinge schlüpfen deren Larven, die allbekannten Raupen. Die meisten davon fressen nur an ganz bestimmten Pflanzen oder sogar nur an ausgewählten Pflanzenteilen. Wenn diese Nahrungsgrundlage nicht vorhanden ist, kommt es erst gar nicht zur Eiablage oder die jungen Raupen gehen bei falscher Ernährung bald ein. Keine Raupe - kein bunter Falter heißt die einfache Formel. Zumindest einigen Arten ist mit dem Einsetzten von Raupenfutterpflanzen auch im eigenen Garten zu helfen:

Falterblumen


Auch für die erwachsenen Schmetterlinge, die Falter, kann man etwas tun, indem man Pflanzen verwendet, die besonders viel Nektar und Pollen produzieren. Ganz nebenbei kommt dies auch vielen anderen Blütenbesuchern, wie Schwebfliegen, Wildbienen und manchen Käferarten zugute.

Hummeltrachtpflanzen


Literatur

ANONYMUS (o. J.): Schmetterlingshege.- Ökologische Arbeitsblätter 1; Baiersbronn (Max-Himmelheber-Stiftung)
VON HAGEN, E. (1988): Hummeln bestimmen, ansiedeln, vermehren, schützen.- Melsungen (Neumann-Neudamm)
WEIDEMANN, H.-J. (1988): Tagfalter, Band 2: Biologie, Ökologie, Biotopschutz.- Melsungen (Neumann-Neudamm)

Impressum

Herausgeber:
Naturschutz-Zentrum Hessen e.V.
Friedenstraße 38
35578 Wetzlar
Tel.: 06441/92 480 - 0

Text: Gerd Bauschmann
Typoscript und Layout: Gerd Bauschmann
Copyright: Naturschutz-Zentrum Hessen, Wetzlar 1994; Neuauflage 2002
ISSN: 0933-2812